𝗩𝗼𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗮𝗰𝗵𝘁𝗵𝗼𝗳 𝘇𝘂𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗹𝗲
Am 24. Februar hat im Go Be in der Peterstraße ein Informationsabend zur neuen Oberschule in der Görlitzer Innenstadt stattgefunden. Eingeladen hatten die Fraktion Motor Görlitz/Bündnisgrüne/SPD gemeinsam mit dem Kommunalpolitischen Netzwerk Motor Görlitz e.V. Etwa 20 Interessierte kamen, hörten zu und mischten sich ein.
𝗔𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗮𝘂𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝗲𝘀 𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗲𝘁
Zunächst stellte Bürgermeister Benedikt M. Hummel den aktuellen Stand vor. Seit März 2025 wird auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes gebaut. Der Rohbau der Clusterschule wächst, der neue Bildungscampus ist inzwischen deutlich zu erkennen. Nach derzeitigem Stand soll der Neubau im Sommer 2028 bezugsfertig sein.
Der Schulbetrieb startet allerdings schon früher. Ab dem Schuljahr 2026/27 beginnen zwei fünfte Klassen am Ausweichstandort in der Erich-Weinert-Straße. Von dort aus wächst die Schule Jahr für Jahr weiter. Der Umzug in die Innenstadt ist zum Schuljahr 2028/29 geplant.
𝗪𝗮𝘀 𝗵𝗲𝗶𝘀𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗖𝗹𝘂𝘀𝘁𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝗹𝗲?
Gemeint ist ein Schulkonzept, bei dem mehrere Klassen eines Jahrgangs räumlich zusammengefasst sind. Es gibt klassische Unterrichtsräume, aber auch offene Bereiche, Gruppenräume und Rückzugsmöglichkeiten. Die Architektur soll unterschiedliche Lernformen ermöglichen und individuelle Förderung erleichtern.
Die Idee dahinter ist einfach. Räume sollen Lernen unterstützen, nicht begrenzen. Ob das gelingt, entscheidet sich am Ende im Unterricht.
𝗚𝘂𝘁𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗹𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗮𝗹𝘀 𝗕𝗲𝘁𝗼𝗻
In der Gesprächsrunde mit Bürgermeister Benedikt M. Hummel, dem Leiter der Oberschule Innenstadt Thomas Warkus und Ronald Lindecke, Vorsitzender des Landeselternrates, moderiert von der bündigrünen Stadträtin Dr. Jana Krauß, ging es um die Frage, wie die neue Schule personell und inhaltlich aufgestellt wird.
Das pädagogische Profil sollte gemeinsam mit den künftigen Lehrkräften entwickelt werden. Solange das neue Kollegium noch nicht komplett steht, kann auf die Expertise der Pädagogen aus den bestehenden Görlitzer Oberschulen gebaut werden.

𝗕𝗲𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝘁𝗲 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻𝗮𝗹𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲𝗻
Auch die Frage nach den Lehrkräften wurde offen gestellt. Die Sorge ist nachvollziehbar. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass eine neu konzipierte Schule mit einem klaren Profil durchaus anziehend wirken kann.
Der Vertreter des Landeselternrates bestätigte, dass Görlitz im landesweiten Vergleich engagiert auftritt, wenn es um die Gewinnung von Lehrkräften geht. Bürgermeister Hummel betonte, dass die Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Schule und Bildung auf allen Ebenen gut funktioniere.
Bei aller Sorge ums Personal: Eine Clusterschule, neugebaut und neu gedacht, wird Lehrerinnen und Lehrer anziehen.

𝗔𝘂𝗴𝗲𝗻𝗺𝗲𝗿𝗸 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻𝗮𝗹 𝘂𝗻𝗱 𝗞𝗼𝗻𝘇𝗲𝗽𝘁 𝗹𝗲𝗴𝗲𝗻
Für Motor Görlitz und die Stadtratsfraktion Motor Görlitz/Bündnisgrüne/SPD ist klar: Wir freuen uns über die Realisierung der neuen Oberschule. Ein moderner Bildungscampus wird positive Kraft entfalten für die Entwicklung der Innenstadt West, hin zu einem lebendigen Quartier.
Neben dem Baufortschritt muss das städtische Augenmerk aufs pädagogische Konzept gelegt werden und offensiv um Personal geworben werden. Auch wenn die Stadt Görlitz formal nicht zuständig ist, braucht es beständigen Austausch mit dem LASUB und die systematische Einbindung von engagierten Lehrerinnen und Lehrern und Görlitzer Schulleitungen.
Fotos: Paul Glaser










Foto: Paul Glaser