Görlitz ergattert Millionen für Jahnhalle
Gute Nachricht für den Sport in Görlitz: Die Sanierung der Jahnsporthalle rückt näher. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am 22. April 2026 entschieden, das Projekt mit rund 1,3 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu unterstützen. Das entspricht einer Förderquote von 48 Prozent bei geplanten Gesamtkosten von rund 2,7 Millionen Euro.
Oberbürgermeister Octavian Ursu spricht von einem wichtigen Erfolg, gerade angesichts der enormen Konkurrenz bundesweit. Jetzt geht es darum, die Gesamtfinanzierung zu sichern und die nächsten Schritte in den städtischen Gremien vorzubereiten.
Noch ist Geduld gefragt: Ein konkreter Baubeginn steht erst fest, wenn der Förderbescheid vorliegt und die Finanzierung vollständig geklärt ist. Die Bauzeit wird aktuell auf rund 18 Monate geschätzt. Sobald es einen verbindlichen Zeitplan gibt, will die Stadt mit Schulen und Vereinen über Ausweichmöglichkeiten sprechen.
Die Jahnsporthalle ist für Görlitz von zentraler Bedeutung. Als einzige Dreifeldhalle mit über 475 Zuschauerplätzen ist sie Trainings- und Spielstätte für mehr als 1.000 Sportlerinnen und Sportler, von Handball über Basketball bis Volleyball, Crossminton und im Winter Fußball. Auch für die benachbarte Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule ist die barrierefreie Halle unverzichtbar.

Archivaufnahme 2019: Punktspiel der Handballer von Koweg Görlitz
Geplant ist eine umfassende Sanierung. Dach und Fassade werden erneuert, ebenso die Elektro- und Beleuchtungstechnik inklusive Brandschutz. Die Lüftungsanlage wird modernisiert, ein neuer Hallenboden mit Fußbodenheizung eingebaut und auch eine Photovoltaikanlage ist vorgesehen. Ziel ist auch eine deutlich bessere energetische Effizienz.
Unser Statement als Fraktion Motor Görlitz/Bündnisgrüne/SPD:
Ein großes Lob an die Stadtverwaltung, dass sie diese Chance erkannt und einen erfolgreichen Antrag gestellt hat. Gleichzeitig zeigt der Vorgang aber auch ein strukturelles Problem: Es ist schade, dass Kommunen auf die Jagd nach Fördermitteln gehen müssen, um ihre Infrastruktur instand zu halten. Eine auskömmliche Finanzausstattung durch Bund und Land wäre der bessere Weg – denn vor Ort weiß man am besten, welche Aufgaben zu erfüllen sind.
Im nächsten Schritt geht es darum, zügig die Gesamtfinanzierung zu sichern. Für die anstehende Bauphase ist uns wichtig, dass die Abstimmung mit den Sportvereinen eng und frühzeitig erfolgt. Bei einer Bauzeit von 18 Monaten wird es zwangsläufig Einschränkungen geben. Hier werden alle Vereine auf die Zähne beißen und zusammenhalten müssen.
Wichtig ist aus unserer Sicht auch eine kluge Bauplanung: Im Idealfall werden zweimal die spielfreien Zeiten in der warmen Jahreszeit genutzt, damit es so wenig Einschränkungen wie möglich für den Spielbetrieb gibt.






